Gentechnik

Gentechnik
Die industrielle Landwirtschaft versucht immer billigere und immer größere Massen zu produzieren. Umwelt und Gesundheit sind dabei zweitrangig. Das neueste „Wundermittel“ der Agrar-Konzerne Bayer, Monsanto, Syngenta und DuPont ist die Gentechnik. Dabei wollen viele Menschen keine Gentechnik im Essen und keine Gen-Pflanzen auf dem Acker. Die möglichen Gefahren sind zu groß und keiner weiß wofür diese Risikotechnologie eigentlich gut ist.

Folgen
Niemand kann die Gefahren von Gen-Pflanzen für die Umwelt und die Gesundheit abschätzen. Ein Gen hat nicht nur eine Funktion oder Wirkung. Die Wechselwirkungen der Gene untereinander sind wesentlich komplexer als lange angenommen. Werden fremde Gene in das Erbgut einer Pflanze manipuliert, kann daher niemand vorhersagen welche weiteren Auswirkungen dies auf die Pflanze hat.

Wachsen Gen-Pflanzen auf den Feldern, breiten sie sich unkontrolliert aus. Durch Pollenflug kann sich die Gentechnik in Pflanzen auf benachbarte Äcker oder in Wildpflanzen auskreuzen. Einige Gen-Pflanzen produzieren sogar Gift um sich gegen bestimmte Schädlinge zu schützen. Damit können diese Gen-Pflanzen aber auch negative Auswirkungen auf zahlreiche nützliche Insekten wie Schmetterlingen, Honigbienen oder Schlupfwespen haben. Die biologische Vielfalt wird so beeinträchtigt und das ökologische Gleichgewicht gerät aus der Kontrolle.

Patente
Durch die Gentechnik versprechen sich die Gentechnik-Konzerne hohe Gewinne. Insbesondere Patente auf Pflanzen und Saatgut sind ein boomendes Geschäft. Pflanzen, die teilweise von Menschen über die vergangenen hundert bis tausend Jahre entwickelt wurden, werden so zur „Erfindung“ der Konzerne. Weltweit gibt es bereits über 1.000 Patente auf unsere Hauptnahrungspflanzen wie Mais, Weizen, Reis oder Soja . Etwa 70% davon sind im Besitz von Monsanto & Co. Durch die Patente können die Konzerne Bauern den Zugang zu Saatgut verwehren oder erschweren. Auch Patente auf Nutztiere wie Kühe und Schweine wurden bereits erteilt.

Welthunger
Die Industrie war einst mit der Behauptung angetreten, die Gentechnik können den Welthunger bekämpfen. Dabei ist die industrielle Landwirtschaft nicht Lösung, sondern Teil des Problems. Gen-Pflanzen sind empfindliche und teure Hightech-Züchtungen, die von einer intensiven Versorgung z.B. mit chemischen Düngemitteln und Pestiziden abhängig sind. Das Gegenteil also von dem, was die Menschen in den Entwicklungsländern benötigen. Auch stimmt es nicht, dass wir absolut mehr Nahrungsmittel produzieren müssten, um die Hungernden dieser Erde zu ernähren. Schon jetzt wird ausreichend Nahrung produziert, sie erreicht aber nicht die Armen. Die Ursachen für Hunger sind vielfältig wie z.B. Kriege, fehlender Zugang zu Land, Wasser oder Saatgut.

Wirklich gute Argumente für die Gentechnik gibt es nicht, Argumente dagegen schon. Daher muss der Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen sofort verboten werden. Lebensmittel, die Gentechnik enthalten müssen klar gekennzeichnet werden und zwar auch dann, wenn es sich um tierische Produkte handelt, die mit Gen-Futter erzeugt wurden. Anstatt in eine Risikotechnik zu investieren muss eine nachhaltige, sozial und umweltverträgliche Landwirtschaft gefördert und weiter entwickelt werden.