Neue Liebe. Altes Glück?
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Am 14.Februar fanden in 17 deutschen Städten viele kreative Aktionen für eine zukunftsfähige und klimafreundliche Verkehrspolitik statt. In Hannover wurde den Passanten, passend zum Valentinstag, eine Hochzeit der besonderen Art geboten. Verkleidet als Bräutigam und Auto gaben sich zwei Greenpeace Jugendliche von uns das „Ja-Wort“. Die Hochzeitgesellschaft jubelte während eine Vertreterin der Automobilindustrie ihren Segen („....bis der Klimawandel euch scheidet“) gab. Mit dieser Aktion wollten die Jugendlichen die „Autoliebe“ der Deutschen persiflieren.
Neue Liebe. Altes Glück?
Neue Liebe. Altes Glück?

Neben dem Aktionstheater, der Autohochzeit, gab es zudem noch die gewohnte Fotoaktion, bei der sich Passanten mit einer Sprechblase fotografieren lassen können.
Mit dieser Aktion hat die Greenpeace Jugend Hannover zugleich aber auch die Politik auffordern wollen, die klimaschädliche Modellpolitik der Automobilindustrie nicht auch noch zu subventionieren und steuerlich zu begünstigen. Noch letztes Jahr schien es so, als sei der Klimawandel endlich auch in der Politik und Wirtschaft angekommen. Doch die gegenwärtige Finanzkrise scheint dieses Thema in die Vergessenheit gedrängt zu haben. Dabei werden die Auswirkungen des Klimawandels um ein Vielfaches größer eingeschätzt, auch für die volkswirtschaftlichen Kosten. Etwa 20 Prozent der CO2-Emissionen in Europa gehen auf den Verkehr zurück. Für ca. 12 % ist allein der PKW-Verkehr verantwortlich. Fahren heute geschätzte 600 Millionen Autos weltweit, könnten es im Jahr 2030 schon drei Millarden sein.

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Neue Liebe. Altes Glück?

Unsere Aktion ist bei den meisten Passanten gut angekommen und wir konnten 39 neue Gesichter für unsere Fotoaktion gewinnen. Außerdem war die Presse vor Ort und berichtete von unserer Aktion (siehe HAZ-Artikel). Unterstützt wurden wir von zwei weiteren Jaggies aus Celle.
Vor allem das Hochzeitauto erzeugte Aufmerksamkeit und Interesse bei den Passanten – trotz klirrender Kälte. Auffällig war diesmal, dass besonders Mercedes-Autobesitzer auf unsere Bannersprüche wie „Nicht jede Hochzeit steht unter einem guten Stern – Sag Nein zu Spritfressern“ und „Mercedes: Klassenletzter beim Klimaschutz“ reagierten und das Gespräch mit uns suchten. Erfreulich war dabei, dass davon die meisten recht schnell unsere Kritik an Mercedes nachvollziehen konnten. Denn aktuell sind im Mercedes-Sortiment von insgesamt etwa 330 Modellen nur 4 Modelle unter der 140g CO2/km-Marke anzufinden. Diesen Ausstoßwert hatte sich die deutsche Automobilindustrie vor zehn Jahren mit ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung selbst gesetzt. Dieses Vorhaben ist aber gescheitert. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Neuwagen bei Mercedes lag 2007 bei 183,7g/km statt bei den versprochenen 140g/km.

Divad, JAG Hannover

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