Anlässlich des Weltklimatages 2008 machten wir uns an Nikolaus auf in die Oldenburger Innenstadt, um die Menschen in dieser besinnlichen Zeit daran zu errinern, dass leider doch vieles falsch läuft auf unserem Planeten. Dazu wollten wir uns an der bundesweiten Greenpeace-Aktion der Jugendlichen für eine nachhaltige Verkehrspolitik beteiligen. Das Motto lautete: "Deutsche Autos sind zu dick!"
Der Adressat der Aktion war Dieter Zetsche, der Chef der Daimler AG, die unter anderem viel zu dicke, spritfressende Mercedes-Wagen bauen lässt, die unsere Umwelt unnötig belasten.
Voller Energie stellten wir also unseren Fotostand auf, an dem sich viele Jugendliche mit großen Sprechblasen mit Mottos wie "Autospeck muss weg!" oder "Kriegen Sie die Kurver, Herr Zetsche!" verewigten. Zusätsliche Informationen hatten wir ausgelegt und ein großes Banner mit der Aufschrift: "Klimaschweine - Made by Mercedes" wurde aufgehängt.
Außerdem schwärmten zwei fleißige "Nikoläuse", mit rotem Mantel und Wattebart kostümiert, aus, um den Radfahrern der Stadt Oldenburg für das Benutzen des klimafreundlichen Verkehrsmittels zu danken. Jede/r Radfahrer/in wurde mit einem leckeren Keks und einer kleinen Urkunde beschenkt.
Die Passanten reagierten ganz unterschiedlich; viele ermutigten und lobten uns für unseren Einsatz, einige betrachteten uns mit unverholener Missbilligung. Einem Mercedes-Fan schien das Ganze überhaupt nicht zu schmecken und er fühlte sich durch unser Banner persönlich angegriffen. Wir versuchten ihm zu erklären, dass unsere Aktion keinesfalls eine Beleidigung für alle Mercedes-Fahrer darstellen sollte, sondern eine Forderung zu klimaschonenderen Modellen sei. Der Passant blieb leider wenig kompromissbereit; die beschenkten Radfahrer dagegen reagierten sehr positiv und stärkten unser Selbstvertrauen für viele neue, spannende Aktionen in Oldenburg.
Marieluisa, JAG Oldenburg






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