Blog live aus Kopenhagen, Tag 4/Donnerstag, 3.12.2009, noch vier Tage bis zur Konferenz
Diesmal haben wir keinen Hahn, sondern zwei Kühe (Sojaanbau in Amazonasgebieten für die Massenviehhaltung ist einer der größten Regenwaldkiller) dabei, die uns auf unserem Zug zur Botschaft begleiten: Heute ist die brasilianische Vertretung in Dänemark an der Reihe. Lula, save the amazon, save our future! Zentral für die Diskussion des Botschafters und unseren brasilianischen Jugenddelegierten wird die massive Abholzung des Amazonas-Regenwalds. In Brasilien haben sie 1203 Liebesbriefe von Kindern an ihren heimischen Regenwald gesammelt und heute ihrem Botschafter überreicht. Und mit einer Neuigkeit hat er unsere Delegation ins Staunen versetzt: Brasiliens Präsident Lula hat nicht nur für die wichtigsten, entscheidenden Schlusstage der Klimakonferenz am 17./18.12. sein Kommen zugesagt, er hat sogar Präsident Obama telefonisch gebeten (der plant seine Teilnahme bislang für einen für die Beschlüsse unwichtigeren, früheren Zeitpunkt: right place, but wrong time), ebenfalls an den relevanten Tagen am Ende der Konferenz zu kommen.
Am Nachmittag haben wir Kopenhagen mit unseren Wake-up-Buttons und den Our climate-Fahnen geflutet. Im strömenden Regen gings so richtig los. Jeder der Weihnachtsmarktstände hat eine Fahne abbekommen, jeder Standverkäufer einen Button. An der innenstädtischen Bimmelbahn haben wir jeden Waggons mit einer Fahne gespickt. Kinder- und Schülergruppen haben sich heute begeistert mit unseren Buttons gelabelt. Und das Beste dran: Standverkäufer, Bahnfahrer, Kinder und Omas haben nicht nur freiwillig, sondern richtig gern unsere Botschaft mit sich herumgetragen: Worldleaders, act now!
Und morgen ist dann tatsächlich unsere deutsche Botschaft dran. Noch sind wir ein kleines bisschen nervös. Aber je mehr wir vorbereiten, desto professioneller werden wir. Wir haben was rausgekriegt. Wir können ganz unbesorgt sein, denn auch wenn uns das ein oder andere Argument entfallen sollte: Unsere Leidenschaft fürs Klima kann uns gar nicht im Stich lassen – und sie ist, was uns so besonders macht.
Kikki, Köln






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