Solidarität mit französischen Aktivisten!
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Am 5 Dezember vergangenen Jahres sind elf Aktivist_innen von Greenpeace Frankreich auf das Gelände zweier Atomkraftwerke (Nogent-sur-Seine und Cruas)spaziert und haben den Reaktor erklommen, um zu zeigen, wie schwach Atomkraftwerke gesichert sind.

Die teilnehmenden Greenpeacer werden am 20.1. (Troyes) und am 24.1. (Privas) vor Gericht stehen, ihnen drohen bis zu acht Jahren Haft.

Momentan gibt es zwei Möglichkeiten die Teilnehmenden online zu unterstützen:

Einmal eine Online-Petition:
http://www.cyberacteurs.org/cyberactions/soutien-militants-greenpeace-41...

(runterscrollen und unter dem Punkt: "Je ne veux pas m'inscrire?" auf "Signer sans inscription" klicken, ausfüllen und mit "Valider ce formulaire" absenden, ihr erhaltet dann noch eine Mail mit einem Bestätigungslink)

Zweitens könnte ihr hier ein paar Zeilen schreiben:
http://energie-climat.greenpeace.fr/nucleaire-merci

Sehr gerne einfach auf Deutsch!

Die Beiträge werden auf der Seite veröffentlicht und teilweise zu einem Plakat verarbeitet, welches am Tag des Prozesses vor dem Gericht mit von der Partie sein wird.

Also ran an die Tastaturen!

Vielen Dank für eure Unterstützung!!

Jakob & Céline

Greenpeace Lyon

Hinweis: Die Greenpeace Jugend hatte mit dieser Aktion nichts zu tun.

Jakob

Krasse sache. Damit stellt

Krasse sache.

Damit stellt sich die regierung doch praktisch selber bloß^^

Da laufen ein paar Menschen eiskalt auf das Gelände des AKW's, und haben soz. auch noch die "Dreistigkeit" da hochzuklettern, NUR um zu demonstrieren und provozieren, wie (Terror?)unsicher die AKW's sind, und anstatt, dass die regierung was dagegen macht, NEEIN! Einbuchten! Schweigen!

Egal, was sie tun; das ist auf jeden fall die falsche Richtung, Sarkozy ;-)

Bild von Friedi

Was soll das?

Hey!

Finde ich auch ziemlich heftig - meiner Meinung nach zeigt damit die Regierung Angst - Angst davor, dass solche Aktionen vielleicht mehr Menschen zur Demonstration aufrufen.
Aber damit das nicht passiert müssen sie zum Schweigen gebracht werden - ist das nicht feige? Statt sich damit auseinanderzusetzen...
Hoffentlich ändert sich daran nochmal was - wo bleibt hier das Recht, Meinung frei zu äußern?

Liebe Grüße
Friedi

Der Mensch ist das einzige Lebewesen das Vernunft besitzt.
Aber kein anderes Lebewesen würde jemals so unvernünftig handeln.

Ergebnis des ersten Prozesses

Die mehrstündigen Verhandlungen am Freitag in Troyes führten zu keinem definitiven Urteil, dieses wird erst am 21. Februar bekanntgegeben. Wahrscheinlich kommt es zu einer 4-6 monatigen, auf Bewährung ausgesetzten Haft- und zu Geldstrafen in Höhe von 1000-1500 € pro Aktivist (1000 € zusätzlich für diejenigen, die die Abgabe ihrer DNA verweigerten). Weiterhin möglich ist ein zweijähriges Annährungsverbot an Atomkraftwerke.

Vielen Dank für die Kommentare, ich halte euch auf dem laufenden!

Grüne Grüsse aus Lyon,

Jakob

Meine Güte, sowas kann ja mal

Meine Güte, sowas kann ja mal echt nicht wahr sein...

Die sollten den ganzen Aufwand, den sie jetzt betreiben um Menschen ins Gefängnis zu stecken, die nur demonstrieren wollten, lieben darauf verwenden, diese AKWs sicherer zu machen! Wenn ungefährliche Menschen da draufkönnen, kann das auch jeder mit ner Bombe! Die sollten sich bedanken, dass das mal jemand "getestet" hat...

Und acht Jahre Haft sind ja echt der Hammer, sowas ist doch unmöglich!

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär' nur deine Schuld wenn sie so bleibt.

Die Ärzte

Allerdings! Die mittlerweile

Allerdings! Die mittlerweile wenigen ergriffenen Maßnahmen sollen eher verhindern, dass Menschen in friedlicher Absicht Atomkraftwerkgelände betreten können, einen "Terroristen" würden beispielsweise Hunde wohl eher wenig abschrecken. Aber wirkliche Sicherheit gibt es bei Atomkraftwerken eh nicht.

Die Forderungen der Staatsanwaltschaft bleiben zwar weit unter dem möglichen Strafmaß, allerdings könnte sich der französische Staat als Dank für diese kostenlose und unabhängige Sicherheitsüberprüfung den Prozess auch sparen...

Ergebnisse zweiter Prozess

Gestern hatten die beiden anderen Aktivisten, die durch ihr Eindringen in das AKW Cruas eine Durchsuchung sämtlicher französischer Atomkraftwerke auslösten ihren Prozess in Privas. Die Strafforderung der Staatsanwaltschaft blieb die gleiche wie beim Prozess zuvor (4-6 Monate Haft auf Bewährung,1000-1500 € Geldstrafe) das Urteil wird am 28.2. gesprochen (die Verhandlung wegen der Verweigerung der DNA-Abgabe wird am gleichen Tag stattfinden).

Bild von Friedi

Ich drücke die Daumen, dass

Ich drücke die Daumen, dass alles gut ausgeht - Danke an le petit prince vert für die Infos... halte uns bitte weiter auf dem Laufenden! =)

Der Mensch ist das einzige Lebewesen das Vernunft besitzt.
Aber kein anderes Lebewesen würde jemals so unvernünftig handeln.

Das muss nicht sein!

Hey,
Ich finde die Regierung sollte das als Wahrnung sehen und ihre Atomkraftwerke
besser schützen. Mit diesem Protest sieht man ja, wie leicht man auf das
Gelände eines AKWs kommt.
Die Aktivist_innen sind ja mit friedlicher Absicht auf das Gelände gegangen.
Da sieht man doch, dass auch Terroristen leichtes Spiel hätten.

Ich finde für so etwas gehört man nicht eingesperrt!!!
Es wurde ja nichts beschädigt und nimand verletzt.

Schreibt bitte, wie das Gericht entschieden hat!!!

Ich hoffe, die Aktivist_innen müssen nicht in Haft,
eure Frederike, 13 Jahre

Na toll

Das ist echt heftig.

Leute die gegen so etwas demonstrieren müssen viel Geld bezahlen und für einige Monate ins Gefängnis.
Anderé Menschen, die Kinder vergewaltigen kommen nach 4 Jahren wieder frei. da passt doch irgendwas nicht...
Ich finde es echt mutig von denen, dass sie es getan haben. Ich hoffe so werden die Leute noch aufmerksamer, dass da jeder ziemlich einfach auf das Gelände spazieren kann... Sowas darf echt nicht sein!

Bitte halte uns auf dem Laufenden..;)

Liebe Grüße Toni :)

Das "Urteil" des ersten Prozesses

Unerlaubtes Eindringen auf das Gelände eines Atomkraftwerkes ist kein Hausfriedensbruch, da ein AKW unter die Interessen der Landesverteidigung fällt, das Gericht in Troyes hat sich somit für nicht zuständig erklärt. Zuständig wäre jetzt ein Militärgericht (dass sich für seine Urteile aber auch schon mal bis zu zehn Jahre Zeit lassen darf), möglich wäre auch, dass sich die Staatsanwaltschaft in Troyes mit diesem einigt und ihr gefordertes Strafmaß durchsetzten kann. Kein wirkliches Ergebnis in Sicht und eine einigermaßen verworrene Situation, allerdings hatte der Anwalt der Aktivisten auch darauf plädiert, dass der Anklagepunkt "Hausfriedensbruch" fallen gelassen wird.

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