Greenpeace Jugend

Trauermarsch durch München

Autolärm. Stimmengewirr. Es ist laut. Wenn man die Sonnenstraße in München hinunter läuft hört man den üblichen Großstadtlärm. Doch am heutigen Freitag, dem 25. Juli 2015 ist da noch etwas anderes. Die langsamen Töne einer Trompete, die leise unter dem Lärm hervor klingen. Ihr Spieler ist nur die Vorhut eines kleinen Zuges schwarz gekleideter Menschen. Die ersten tragen eine Trage. Darauf liegt ein ausgestopfter Eisbär, seine Hände sind gekreuzt, weiße Blumen liegen auf seinem weißen Fell. Er wird zu Grabe getragen. Dahinter laufen andere schwarz angezogene Leute mit Schildern. Sie schauen ernst. “Wenn Shell versagt sterben nicht nur Eisbären!”, steht auf dem großen Banner am Ende des Zuges. Nein, wenn Shell bei seinen Ölbohrungen in der Arktis versagt, dann stirbt ein ganzes Ökosystem. Wir, die JAG München hoffen, dass wir das mit dem von uns organisierten Trauermarsch, möglichst vielen Menschen vermitteln konnten.

Putzlappen für SHELL

Nach einer beispiellosen Pannenserie im Jahr 2012 will SHELL diesen Sommer beginnen, in der Arktis nach Öl zu bohren.
Um ein weiteres Unglück zu verhindern und auf das hohe Unfallrisiko aufmerksam zu machen, haben wir die Oldenburger heute dazu aufgefordert, Putzlappen mit einer persönlichen Botschaft an den Konzern zu versehen.

Leider hat der weltweit größte Putzlappen, der aus den vielen kleinen Lappen entstehen soll, nur symbolischen Wert. Denn sollte ein größerer Ölunfall in der Arktis passieren, und die Chancen dafür stehen aufgrund der arktischen Witterungsbedingungen (eisige Temperaturen, starker Wellengang, regelmäßige orkanartige Stürme und eine lange Periode absoluter Dunkelheit) laut US-Regierung bei 75%, wäre es selbst mit modernsten Mitteln unmöglich die arktischen Gewässer vom Öl zu befreien. Das einzigartige Ökosystem würde irreversibel geschädigt werden.

Ist es zu verantworten, dass ein solch hohes Risiko eingegangen wird, nur damit ein reicher Konzern sein Vermögen steigert? Denn das erwirtschaftete Öl würde den weltweiten Bedarf nicht lang decken können.
Wir und viele Oldenburger sagen Nein und haben heute ein Zeichen gesetzt.
STOP SHELL, RAUS AUS DER ARKTIS! Weitere Ölbohrungen sind nun wirklich keine Lösung.

DEMO AM SAMSTAG IN MÜNCHEN

Hallo,

wir von der JAG-München veranstalten an diesem Samstag (25.7.) eine kleine Demonstration zum Schutz der Arktis und gegen Shell. Der Hintergrund ist der, dass die Bohrflotte von Shell sich momentan in der Arktis befindet und in diesem hochempfindlichen Ökosystem bohren will.

Wir laufen mit einem Eisbärenkostüm auf einem provisorischen Sarg vom Sendlinger Tor Platz über den Stachus zum Maximiliansplatz und anschließend wieder zurück zum Sendlinger Tor. Die Idee dahinter ist, den Eisbären symbolisch zu Grabe zu tragen. Für die Beerdigungsatmosphäre soll die einheitliche schwarze Kleidung und eine Trauermelodie auf einer Trompete sorgen. Die bewegte Veranstaltung ist von 12-14 Uhr angemeldet, wobei die Dauer des Trauermarsches auf eine Stunde angesetzt ist.

Jeder, der Zeit und Lust hat, ist gerne dazu eingeladen daran teilzunehmen. Je mehr Personen mitgehen, desto besser wird die ganze Aktion wirken! Deswegen würde es uns auch sehr freuen, wenn ihr die Veranstaltung an andere Engagierte weitersagen könntet. Besonders neue Jugendliche sind immer sehr erwünscht :-)

LG
JAG-München

1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion...

… ist auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.
Und wenn die Bienen sterben, hat die Menschheit ein weiteres fettes Problem.
Aus diesem Grund standen wir, die JAG Darmstadt, am Samstag, den 18.7., in der Darmstädter Innenstadt und sammelten Unterschriften für eine Petition gegen bienenschädliche Pestizide und für einen Ausbau der ökologischen (und damit bienenfreundlichen) Landwirtschaft. Innerhalb von 3 Stunden sind 87 Unterschriften zusammen gekommen.
Zusätzlich zu Bienenratgebern boten wir den Leuten noch selbst gemachte Samenkugeln an (auch bekannt als Seedbombs), was gut ankam.
Um Passanten neugierig zu machen (hat in vielen Fällen geklappt- so einige blieben wenigstens einen Moment lang stehen), sprühten wir mit Sprühkreide groß “Pestizide töten Bienen” auf den Boden. Außerdem hatten wir Lebensmittel, die auf Bienenbestäubung angewiesen sind, auf einem Tisch drapiert- nach dem Motto: “Wollen wir auf all das verzichten?”.
Auch wenn es krass heiß, die Informide (u.a.) nirgends aufzufinden war und wir nur zu dritt waren, waren wir am Ende durchaus zufrieden. :)

6 mal mehr Plastik als Plankton

An vielen Stellen im Meer befinden sich 6 mal mehr Plastikteilchen als Plankton – deshalb standen wir am Samstag, dem 11. Juli 2015 in Mainz am Fastnachtsbrunnen auf dem Schillerplatz. Wir verteilten selbstgestaltete Flyer, informierten Passanten von jung bis alt und lernten auch das eine oder andere dazu.

Unser selbstgebautes Floß aus alten Plastikflaschen, das wir im Brunnen schwimmen ließen, war ein Kindermagnet. Ebenso wie unser Pappmachée-Globus, auf dem wir die riesigen Mengen an Plastikmüll in den Ozeanen mit Plastikfetzen kenntlich gemacht hatten.

Trotz der Hitze konnten wir vielen Passanten einige hilfreiche Tipps für den Alltag mitgeben (siehe https://www.greenpeace-jugend.de/index.php?s=jag_mainz-wiesbaden ).

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