Greenpeace Jugend

Wir wollen kein Plastik(meer)

Auf dem Max-Joseph-Platz in München steht eine Gruppe von Jugendlichen in der prallen Sonne, zwei von ihnen halten ein Banner. Auf dem Banner steht in großen Buchstaben: „Jährlich landen 13 Mio. Tonnen Plastikmüll im Meer!“. Das sind etwa eine halbe Tonne pro Sekunde. Darauf wollten wir, die Greenpeace Jugend München am 7. Mai 2016 mit einer Aktion gegen Plastikmüll in den Meeren aufmerksam machen. Dieses Plastik stellt eine große Gefahr für die Meeresbewohner dar. Um das den Passanten zu veranschaunlichen, verkleideten wir uns als Müllmonster und Meerestiere. In einem Straßentheater stellten wir dar, dass die Tiere den Müll oft zu sich nehmen, sich darin verfangen oder durch andere Gesundheitsrisiken sterben, worüber wir auch über ein Megaphon informierten. Das Plastik schadet aber nicht nur den Tieren, sondern kann in Form von sogenanntem Mikroplastik, das sind kleinste Plastikteilchen, auch von uns Menschen aufgenommen werden. Doch wir wollten nicht nur Aufmerksamkeit erregen: Mit dem Satz: „Dagegen sollte man etwas unternehmen!“, wollten wir die Menschen auch dazu bringen, achtsamer bei der Müllentsorgung zu werden und, sich zu informieren, ob Mikroplastik in ihren Konsumprodukten enthalten ist. Außerdem sammelten wir auch über 150 Unterschriften für den Schutz der Meere.

Regenwaldflashmob in Münster

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag, 9.4. ein Flashmob der JAG Münster zum Thema Palmöl und Regenwald statt. Mit Unterstützung von rund 20 weiteren JAGs (u.a. aus Essen und Köln angereist) wurde auf die Gefahr des Regenwaldverlusts durch Rodung riesiger Flächen aufmerksam gemacht.
Mit grünen Jacken als Bäume gekennzeichnet, fielen die Greenpeacer bei lautem Kettensägengeräusch um. Dies sollte das Bäumefällen in unseren letzten Urwäldern darstellen. Dazu ließen die Mädels schwarze Luftballons hochsteigen, die symbolisch für das entwichene CO2 standen. Gleichzeitig wurde geflyert und eine Rede gehalten, um die Passanten über die Aktion aufzuklären.
Denn der große Regenwaldverlust ist eine große, unterschätzte Gefahr. Die Urwälder unserer Erde sind eine unserer wichtigsten Lebensgrundlage, weil sie Unmengen an CO2 aufnehmen und Sauerstoff produzieren. Doch unser Konsum ist verantwortlich für den Verlust dieses Naturschatzes. Allen voran die Produktion des Palmöls. Das weltweit meistgenutzte Pflanzenöl steckt in jedem zweiten Supermarktprodukt. Versteckt ist es u.a. in Eis, Tiefkühlpizza, Cremes, Waschmittel, Shampoo, Nuss-Nougat-Creme, Tütensuppen und sogar Deo. Für das begehrte Öl werden jedoch riesige Waldflächen vor allem in Indonesien abgeholzt (und die darunter liegenden Torfmoore trockengelegt), woraus folgt, dass die dort gespeicherten Mengen an CO2 in die Atmosphäre entweichen. Daher ist Indonesien der drittgrößte CO2 Emissient der Welt (hinter den USA und China).
Natürlich bedeutet die Zerstörung der letzten Urwälder auch ein Verlust des Lebensraumes für seltene Tiere wie den Orang-Utan. Deswegen war bei der Aktion ein Oran-Utan(-Kostüm) im Einsatz, welches auf diese Problematik hinweisen sollte und groß und klein begeisterte.
Zwischen den vier Durchgängen des „kollektiven Umfallens“ sorgte das große, selbst gestaltete Banner mit der Aufschrift „Ihr habt es in der Hand: Regenwaldzerstörung beginnt an der Kasse“ für Aufmerksamkeit.
Das Ziel der Aktion war es, die Passanten über Palmöl und die Folgen des konventionellen Anbaus zu informieren und auf einfache Möglichkeiten zum Regenwaldschutz hinzuweisen. Vor allem sollte man zu Produkten greifen, deren Ölpalmen biologisch angebaut wurden. Die Standards dieser sind die einzigen, die weitere Rodungen für Plantagen verbieten und naturnah sind. Die Standards anderer Siegel (z.B. RSPO) sind leider viel zu schwach um Regenwälder erfolgreich für unsere Zukunft zu schützen.
Insgesamt verlief die Aktion erfolgreich, weil über 200 Menschen informiert wurden und wir als Gruppe viel Spaß zusammen hatten und viel von diesem Tag mitnehmen konnten. Ein Flashmob ist immer eine gute Idee Aufmerksamkeit für ein Anliegen zu gewinnen, da sie außergewöhnlicher sind als ein Infostand und es toll ist, mit Greenpeacern aus anderen Städten zusammenzuarbeiten. Ein weiterer Flashmob in Essen ist schon geplant- Wir freuen uns drauf!

Die Verschmutzung von Gewässern...

… ist seit der Industrialisierung im 18. Jahrhundert eines der größten Probleme der Menschheit. Denn Wasser bedeutet für uns Leben und ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für ein solches auf unserer Erde- ebenso wie Sauerstoff, der zu 75% von Meerespflanzen produziert wird.
Auch als Nahrungsquelle ist das Meer mit seinen Lebewesen für viele Menschen unverzichtbar. Nach Zahlen von Greenpeace sind rund 43,5 Millionen Menschen weltweit abhängig von Fischerei und den Arbeitsplätzen, die durch sie aufrecht gehalten werden. Wie paradox erscheint es da, dass der Mensch genau diesen zum einem ökologisch als auch ökonomisch so wichtigen Teil der Erde (3/4 der Erde sind von Meer bedeckt!) verschmutzt- mit unberechenbaren Folgen für den gesamten Planeten.
Vor allem das massenhafte Gelangen von Plastik in Flüsse und Meere stellt eine immense Bedrohung für das Gleichgewicht des Meeres dar. Stündlich gelangen etwa 675 337, 5 Kg Plastikmüll in die Meere, sodass es mittlerweile schon zu der Bildung von Müllinseln kommt, die in der Größe von Städten auf dem Wasser dümpeln. Die Plastikverschmutzung könnte eines Tages so weit fortgeschritten sein, dass Unmengen von Plastikpartikeln wie ein Ascheregen den Meeresboden bedecken- eine Katastrophe globalen Ausmaßes.
Die Leidtragenden sind in erster Linie die Lebewesen des Wassers und Vögel, deren Ernährung auf Fisch basiert. Diese verenden oftmals auf äußerst brutale Weise- sie verheddern sich in Kunststoffnetzen oder verwechseln den Plastikmüll mit Nahrung ( und verfüttern ihn auch an ihre Jungen), was bewirkt, dass sie mit vollgestopftem Magen verhungern. Und auch wir Menschen sind betroffen von den Folgen dieser ausufernden, nicht enden wollenden Verschmutzung. Durch das vermehrte Essen von Plastik durch Fische gelangt dieser Plastikabfall in Form von Mikro-Partikeln in die Nahrungskette, an deren Ende wir stehen.
Wir als die Verursacher dieser Katastrophe (und noch so vieler anderer) müssen endlich Verantwortung übernehmen für die Welt in der wir leben- oder besser gesagt für den Rest, der bislang noch unserem maßlosen Konsum, unserer rücksichtslosen Ausbeutung standgehalten hat!
Um auf die folgenschwere Verschmutzung von Gewässern durch Plastikmüll aufmerksam zu machen, traf sich Greenpeace Mainz-Wiesbaden am 19.03.16 am Mainzer Rheinufer und befreite, mit tatkräftiger Unterstützung der Greenpeace Jugend Darmstadt, einen Rheinufer- Abschnitt in der Länge von etwa 1.2 km komplett von dem dort angehäuften Müll. Anschließend wurde dieser ausgestellt, Unterschriften gesammelt und Infoflyer verteilt. Gegen Abend übergaben wir den Müll, ordentlich sortiert und in Säcke verpackt, an die städtischen Müllwerke.
Insgesamt eine zwar dreckige und mühsame, aber letztendlich erfolgreiche Aktion, die sich auch vereinzelt reger Beteiligung aus der übrigen (ungreenpeacigen) Bevölkerung erfreute.

Kleidertauschparty

14 Uhr am Sonntag den 28. Februar 2016. Draußen warten schon die ersten Leute mit großen Tüten, die, als wir, die Greenpeace Jugend München, die Tür öffnen, auch bereits ihre mitgebrachten Klamotten auf den Tischen im Jugendinformationszentrum verteilen. Hosen, Kleider, T-Shirts… von allem etwas und dann heißt es los tauschen. Jeder kann sich so viel Kleidung mitnehmen, wie er möchte. Hauptsache sie ist ertauscht und nicht gekauft, lautet das Motto. Denn mit unserer Kleidertauschparty wollen wir vor allem ein Zeichen gegen den Massenkonsum setzen. Bedingt durch unser Konsumverhalten, dass wir immer mehr, immer billigere Klamotten kaufen, werden jährlich etwa 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Dies passiert zu großem Teil unter Einsatz von menschen- und umweltschädlichen Chemikalien. Um dies den Leuten auch zu vermitteln, informierten wir sie zusätzlich mit Plakaten und Prospekten über das Thema.

13 Jumbo-Jets passen in ein Monsterfischernetz...

Solch ein Netz fischt an einem Tag so viel, wie 50 Küstenfischerboote in einem Jahr…
90 % aller Speisefischbestände sind weltweit bis an ihre Grenzen erschöpft oder längst schon überfischt…
Bis 2048 werden alle Bestände erschöpft sein, wenn wir weiter dermaßen das Meer ausbeuten…

… auf all diese beängstigenden Zahlen wollten wir am Samstag, den 13.2.2016 die Menschen in Darmstadt aufmerksam machen!
Also sind wir zusammen mit der JAG Mainz-Wiesbaden, Banner vor uns hertragend, durch die Innenstadt gelaufen und haben Einkaufsratgeber für nachhaltigeren Fischkonsum verteilt.
Viele Leute haben interessiert reagiert und wir wollen die Aktion unbedingt wiederholen!

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