Greenpeace Jugend

Safe the Great Barrier Reef: Jaggio Bonn 26 - 28.06.2015

Mit guter Laune machten wir zwei von der JAG Mz/Wi uns am Freitagnachmittag auf den Weg nach Bonn. Am Sonntag den 28.06 sollte eine Konferenz der Unesco-Welterbe Abgeordneten in Bonn stattfinden, in der darüber abgestimmt werden sollte, ob im Great Barrier Reef in Australien in Zukunft Kohle abgebaut wird. Für die Aktion während der Konferenz hatten wir eine Menge vorzubereiten.

So machten wir uns nach unserer Ankunft und dem gemeinsamen Abendessen sofort ans Basteln. Hunderte Fische bemalten wir mit blauer Farbe und versahen sie mit Botschaften, die die Abgeordneten bitten, das Riff zu retten. Denn 50% der Korallendecke dort sind bereits verschwunden! Zudem fingen wir an, unsere Kulisse des Great Barrier Reefs für das Straßentheater am Samstag (s. Bild) zu basteln.

Nächtliches Lagerfeuer und Gitarre spielen gehörte natürlich auch dazu. Der Jugendzeltplatz in Bonn eignete sich super als Standort für das Jaggio. Am Samstagmorgen nach dem Frühstück beendeten wir unsere Kulisse und begaben uns gegen Mittag zum Theaterplatz in Bonn-Bad Godesberg. Dort bauten wir rasch auf und führten unser Stück mehrmals auf. Außerdem verteilen wir Flyer und hatten eine Menge Spaß.

Nach dem Theaterstück mussten wir von der JAG Mz/Wi uns schweren Herzens schon wieder auf den Weg zu Bahnhof machen. Insgesamt haben wir viel Spaß gehabt, neue Leute von verschieden JAGs aus Deutschland kennengelernt und uns mit Spaß und Freude für den Erhalt des Great Barrier Reefs eingesetzt!

Greenpeace-Schiff Beluga vor AKW Grafenrheinfeld

Erstes deutsches AKW abgeschaltet!

Nach 33 Jahren Betriebszeit ist das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld in der Nacht von Samstag auf Sonntag vom Netz gegangen. Der bayrische Reaktor ist damit der Erste von neun noch verbleibenden Atomreaktoren in Deutschland, die alle bis 2022 stillgelegt werden!
Ursprünglich hatte Grafenrheinfeld noch eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2015, der Betreiber Eon nahm den Reaktor jedoch früher vom Netz. Allerdings nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil ein notwendiger Wechsel der Brennelemente, aufgrund der Brennelementsteuer, den Reaktor unrentabel gemacht hätte!

Ein Grund zum Jubeln ist das Abschalten auf jeden Fall trotzdem! Dennoch kann man ein AKW natürlich nicht einfach auf Knopfdruck herunterfahren und dann ist die Strahlung und somit die Gefahr vorbei.
Die Brennelemente beispielsweise, verbleiben noch weitere fünf Jahre zum Abkühlen im Reaktor. Erst dann können sie in das dortige Zwischenlager transportiert werden. Zudem fällt beim Rückbau von Grafenrheinfeld eine große Menge an radioaktivem Bauschutt und Reaktorteilen an, die als Atommüll deklariert im Zwischenlager auf ein sicheres Endlager warten, was es vermutlich nie geben wird!
Was viele Menschen in Deutschland nicht wissen: Aus Kostengründen wird der größte Teil dieses radioaktiven Bauschutts einfach “freigemessen“ und um deklariert. Dies ist aufgrund einer aus dem Jahre 2001 stammenden Änderung der Strahlenschutzverordnung (StrSchV), durch die rot-grüne-Regierung, möglich! Wenn bei Messungen des Abrissmaterials aus den AKWs, davon ausgegangen werden kann, dass für die Bevölkerung “nur“ eine Strahlendosis von 10 Mikrosievert im Jahr zu erwarten ist, gelangt dieser Bauschutt als ganz normales, ungekennzeichnetes Material auf den Deponien und kann dort auch ganz normal verbrannt oder sogar recycelt werden. Die genannten 10 Mikrosievert, die aufs Jahr gerechnet werden, sind nicht sicher überprüfbar und für uns Menschen auch überhaupt nicht ungefährlich. So kann es durch diese Änderung der Verordnung sein, dass eigentlich radioaktiver Schutt als Unterbau für Straßen und Gebäude genutzt wird – es weiß bloß keiner!
Der Rückbau eines Atomreaktors kostet zudem immense Summen! Ob die jeweiligen Betreiber mit diesen Kosten fertig werden, ist noch ungewiss.
Während in Deutschland aber zumindest der Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft langsam ins Rollen kommt, denken andere Länder über den Neubau von Reaktoren nach. So zum Beispiel in Großbritannien wo der Reaktor Hinkley Point C gebaut werden soll. Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy klagt gegen EU-Subventionen für dieses Projekt. Weitere Infos dazu: http://www.no-point.de/

Protestaktion gegen Shell

In der letzten Woche starteten mehrere Bohrschiffe und Plattformen von Shell Richtung Arktis. Ölbohrungen in diesem hochempfindlichen Ökosystem sind äußerst gefährlich. Es wurde sogar eine Unfallgefahr von 75% in den nächsten Jahrzehnten berechnet. Deswegen protestierten wir, die JAG München, am 27.6. vor der Shelltankstelle am Frankfurter Ring. Wir informierten vorbeifahrende Autofahrer mit unseren Schildern und verteilten Flyer an Passanten.

Wir fordern Shell dazu auf, die Flotte zu stoppen und die Bohrpläne in der Arktis endgültig zu beenden!

Tausch dich aus!

Bei Gute-Laune-Musik, Getränken und Snacks wechselten heute viele schöne Kleidungsstücke in Kassel die Besitzer. Die Greenpeace Jugend Kassel hat nämlich eine Kleidertauschparty unter dem Motto: “Tausch dich aus!” organisiert.

Jeder Deutsche kauft durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, von denen viele kaum oder gar nicht getragen werden. Dabei hinterlässt jeder Neukauf seine Spuren und zerrt an den begrenzten Ressourcen unseres Planeten. Für die Herstellung einer Jeans werden beispielsweise etwa 7.000 Liter Wasser benötigt. Um diesem Problem entgegen zu treten und die Lebenszyklen unserer Kleidung zu verlängern veranstaltete die Greenpeace Jugend am heutigen Sonntag von 14 bis 18 Uhr im UmweltHaus Kassel eine Kleidertauschparty und setzt, zusammen mit 40 weiteren Kleidertauschparties von Greenpeace Gruppen in Deutschland, ein Zeichen für nachhaltigen Konsum.

Mehr Infos ► www.greenpeace.de/konsumbotschaft
Mehr Fotos ► www.kassel.greenpeace.de

Fotoaktion gegen Braunkohle!

Wir waren heute, am 26.06.2015, in Kassel unterwegs und haben Fotos gemacht um gegen Kohle zu protestieren.

Kohle ist Giftig! – für die Gesundheit und für das Klima: Kohlekraftwerke – insbesondere Braunkohlemeiler – stoßen nicht nur große Mengen giftiges Quecksilber aus, sie sind auch die größten CO2-Schleudern. Zahlen der EU-Kommission haben erst kürzlich belegt, dass vier der fünf größten CO2-Emittenten in Europa Braunkohlekraftwerke in Deutschland sind.
„Welcher Gründe bedarf es noch, bevor die schmutzigen Kraftwerke nachgerüstet werden oder besser gleich vom Netz gehen“, sagt Andree Boehling, Greenpeace-Experte für Energie. „Die Energiewende muss auch zum Schutz der Menschen vor den enormen Gesundheitsgefahren durch die Kohle beschleunigt werden!.“

Mehr Infos ► www.greenpeace.de/braunkohlestoppen

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