Greenpeace Jugend: Seite 2

Bild von dem Flashmob auf dem Jaggio in München mit dem Banner im Hintergrund

Durch den Konsum

„Ich muss durch den Konsum, in das Geschäft, ans Ende der Weihnacht bis kein Schnee mehr fällt!“. So schallt am Samstagnachmittag, den 19. November 2016 lauter Gesang über den Odeonsplatz. Im Kreis marschieren dort Konsumzombies, mit Unmengen Plastiktüten bepackt und singen das Lied „Durch den Monsun“ von Tokio Hotel. Aber nein, es ist anders, umgedichtet und diesmal ist es wohl eher Greenpeace Hotel. Auf dem aufgespannten Banner steht groß „Denken beim Schenken“ und plötzlich mitten im Refrain bricht der Gesang ab. Alle Konsumenten lassen ihre Taschen fallen und verschwinden, denn jetzt wird durch ein Megaphon laut die Botschaft über den Platz gerufen. Mit unserer Aktion wollen wir die Menschen dazu anregen, besonders an Weihnachten bewusster und weniger zu Konsumieren. Jedes Jahr gibt jeder in dieser Zeit fast 300 Euro nur für Geschenke aus. Diese enthalten dann meistens auch noch Schadstoffe, sind unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt und sind schwer zu recyceln. Aber wieso das alles, wenn es doch Alternativen gibt? Um diese Alternativen den Leuten näher zu bringen, verteilten wir Broschüren mit Rezepten und anderen Anleitungen zum einfachen Selbstmachen von Geschenken. Denn natürlich wollten wir keine Geschenke verbieten, sondern nur dazu anregen nicht in den alljährlichen Kaufrausch zu verfallen, sondern Geschenke auch mal selbst zu machen, denn das ist besser für die Umwelt und meistens freuen sich auch die Beschenkten viel mehr darüber! Zum Beispiel kann man doch mal einen Fotokalender zusammenstellen, einen Teebeutel selbst gestalten, leckere Pralinen machen oder einen Jutebeutel individuell bemalen. Probiert es doch mal selbst aus!

Songtext: Durch den Konsum – Greenpeace Hotel:

[Vers 1]
Das Fenster öffnet sich nicht mehr
Hier drin’ ist es voll von Kram doch leer
Und vor mir geht die letzte Kerze an
Ich warte schon ‘ne Ewigkeit
Endlich ist jetzt Weihnachtszeit
Aber draußen zieh’n die schwarzen Wolken auf

[Chorus]
Ich muss durch den Konsum
In das Geschäft
Ans Ende der Weihnacht
Bis kein Schnee mehr fällt
Gegen den Ansturm
Im Rausche des Kaufs
Und wenn ich nicht mehr kann, denk’ich daran
Dass ich immer noch was ändern kann
Alternativer Konsum, dann wird alles gut

[Verse 2]
‘N Fernseher versinkt im Müll
Der war doch eben noch ganz neu
Und hielt nicht wirklich was er mir versprach
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Selbstgemachtes kommt eh viel besser an
Ich glaub noch mehr dran glauben kann ich nicht

[Chorus]
Ich muss durch den Konsum
In das Geschäft
Ans Ende der Weihnacht
Bis kein Schnee mehr fällt
Gegen den Ansturm
Im Rausche des Kaufs
Und wenn ich nicht mehr kann, denk’ich daran
Dass ich immer noch was ändern kann
Alternativer Konsum, dann wird alles gut

[Bridge] Hey! Hey! Ich kämpfe für die Umwelt, geb alles dafür

[Chorus]
Ich muss durch den Konsum
In das Geschäft
Ans Ende der Weihnacht
Bis kein Schnee mehr fällt
Gegen den Ansturm
Im Rausche des Kaufs
Und wenn ich nicht mehr kann, denk’ich daran
Dass ich immer noch was ändern kann
Alternativer Konsum, dann wird alles gut

Zu Besuch bei Greenpeace Darmstadt!

In unserer Radiosendung am 4.10.2016 haben wir, die Greenpeace Jugend Darmstadt, uns mit allerlei Fragen rund um unser ehrenamtliches Engagement bei Greenpeace auseinandergesetzt:

Was ist Greenpeace überhaupt? Welche (Um-)Weltthemen beschäftigen uns persönlich besonders? Warum sind wir bei Greenpeace? Wie sieht unser Engagement konkret aus? Können wir mit unserem Einsatz wirklich etwas in der Welt bewirken?

Wie kannst Du mit uns aktiv werden?

Für zwischendurch gab es jede Menge vielfältige Musik- und Gedichteinlagen:)

Nachhören könnt ihr unsere Sendung in naher Zukunft auf der Greenpeace Darmstadt Homepage: http://www.darmstadt.greenpeace.de/

Hör-Tipp: Jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr veröffentlicht Greenpeace Darmstadt in der Sendung „Ökotopia“ bei RadaR informative Redebeiträge zu Umweltschutzthemen.

Seid dabei und hört RadaR auf 103,4 Mhz, über Kabel auf der 99,85 Mhz oder im Livestream über www.radiodarmstadt.de!

Kein Bock auf Mikroplastik! Das JAG-Jahrestreffen 2016

Mit ein wenig Verspätung kommt unsere große Aktion vom Greenpeace-Jugend Jahrestreffen jetzt auch hier an.

Unter dem Motto „#wellemachen für Meere ohne Plastikmüll“ (und auch einigen eigenen Sprüchen) haben fast 70 Jugendliche am 15.Oktober vollen Körpereinsatz gezeigt. Darunter auch „Deine Mudda kauft Mikroplastik“ oder „Mikroplastik in your face!“.
In Hamburg stiegen sie am Jungfernstieg in die Binnenalster (ca. 10°C Wassertemperatur). Dort demonstrierten sie für ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und sammelten Unterschriften. Alle die, die nicht im Wasser waren, informierten die Passanten über das gefährliche Mikroplastik, das sich in vielen Kosmetikartikeln befindet.
Das geschah entweder direkt, oder auch über ein Facebook Live-Video, dass ihr euch alle auf der Greenpeace-Jugend Facebookseite anschauen könnt (https://www.facebook.com/greenpeacejugend/).

Am Vormittag vor der Aktion haben wir viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt. In verschiedenen Gruppen wurden Schilder gemalt, der Greenpeace Snapchat Account (greenpeacede) mit Bildern gefüllt oder Mikroplastik aus Peeling herausgefiltert. Parallel haben ein paar der Jaggies auch ein Interview mit dem NDR über die anstehende Aktion geführt, welches dann auch am gleichen Tag gesendet wurde.

Nach der Aktion sind wir alle müde und vielleicht ein bisschen durchgefroren, aber sehr glücklich und mit vielen Unterschriften zurück zum Greenpeace Aktionslager gefahren.

Wir sagen NEIN zu TTIP, CETA & Co.!

Liebe Mitmenschen,
hier ein kleiner (und wieder mal etwas verzögerter:)) Bericht der Greenpeace Jugend Darmstadt zur TTIP- Demo, die am 17.9.2016 in Frankfurt am Main stattgefunden hat.

Start war am Opernplatz, der bei unserer Ankunft bereits sehr gefüllt war. Es gab Musik und einige Ansprachen zur Thematik. Verschiedenste Menschen aus verschiedensten (Interessens-)Gruppen waren da, um ihre Stimme gegen das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen EU und USA zu erheben. Menschen von jung bis alt mit vielfältig und kreativ gestalteten Bannern, Flaggen und Ballons in den Händen.
Rund 50.000 Menschen sind in Frankfurt mitgelaufen- und geschätzte 1000 Polizisten überwachten diese beeindruckende Menge. Tausende Bürger haben zugeschaut, gefilmt und fotografiert.
Um 16 Uhr kamen die ersten wieder am Ausgangspunkt an, wenig später auch wir mit müden Beinen.
Insgesamt verlief die Demo ohne Probleme und Ausschreitungen.
Sie war laut, bunt, friedlich und hoffentlich auch erfolgreich!

Aktuelles über TTIP und CETA findet ihr hier:

https://www.campact.de/ceta-finale/appell/teilnehmen/
https://www.campact.de/ttip/appell/teilnehmen/
https://www.greenpeace.de/themen/umwelt-wirtschaft/nun-endlich-schluss-damit
http://www.tagesspiegel.de/politik/freihandelsabkommen-mit-kanada-gericht-lehnt-eilantraege-zu-ceta-ab/14682014.html
https://aktion.bund.net/ceta-werden-wir-verhindern?gclid=CPGm-fGR4s8CFRUTGwodA1UKug

Jugendliche, die nicht direkt durch Umweltkatastrophen, Mangel an Ressourcen oder durch andere gravierende Auswirkungen von Umweltzerstörung betroffen sind,...

… sind oftmals schwer für Umweltschutz zu begeistern.
Dies musste die Darmstädter JAG in ihrem Projekt zum Thema Greenpeace wieder einmal etwas ernüchternd feststellen…
Das Projekt war Teil einer Projektwoche vom 10.-13.7. an der Viktoriaschule Darmstadt.
An den drei uns zur Verfügung stehenden Tagen haben wir uns, gemeinsam mit etwa 20 Jugendlichen der Klassen 8-12, näher mit der Organisation Greenpeace beschäftigt und versucht, ihnen das Thema Umweltschutz näher zu bringen. Wir wollten die Projekttage so gestalten, wie wir auch als Greenpeace Jugend Gruppe sonst eine Aktion vorbereiten würden; also begannen wir den ersten Tag mit einer Schnupperpräsentation und vielen Aktionsbildern. Anschließend sammelten wir Informationen über die Detox-Kampagne und setzten uns mit den Problemen der Textilanfertigung auseinander.
Danach wurden erste Aktionsideen gesammelt- die erfreulicherweise sehr kreativ ausfielen:)
Auch wenn alle sich gut beteiligten, wurde uns im Laufe des Tages klar, dass die Gruppe sich nicht zutraute, wie eigentlich von uns geplant, eine große Detox-Aktion in der Stadt durchzuführen. Als Alternative überlegten wir uns also gemeinsam, einen Infostand auf dem Schulfest aufzubauen, womit dann auch alle zufrieden waren.
Am zweiten und dritten Tag wurden fleißig Aktionsmaterialien gebastelt und der Raum fürs Schulfest hergerichtet: Eine Wäscheleine mit Kleidungsstücken und der Forderung “Detox Our Fashion”, viele Plakate mit Infos zu verschiedenen Aspekten der Detox-Kampagne, Giftkanister mit gefärbtem Wasser…
Draußen auf dem Flur stolperten Vorbeigehende über den Walk of Shame und Fame. Im Walk Of Fame zeigten wir Logos einiger Firmen, die bereits entgiften; im Walk Of Shame diejenigen, die bislang noch nichts unternommen haben, um dem übermäßigen, für Mensch und Umwelt äußerst schädlichen Chemikalieneinsatz bei der Textilherstellung entgegenzuwirken.
Letztendlich können wir zufrieden festhalten, dass trotz anfänglichem Desinteresse und zwischenzeitlich aufkommender Skepsis nach und nach einige Motivation und Verständnis für die Dringlichkeit des Themas in den Teilnehmern geweckt werden konnte und wir beim Schulfest viele Menschen erreicht haben.

Nun hier noch ein paar Tipps für alle, die vorhaben, mal ein ähnliches Projekt anzubieten:

1) Sucht euch vorher einige Spiele zum Kennenlernen und Auflockern der Stimmung zusammen, die ihr jederzeit einsetzen könnt, wenn ihr denkt, dass das der Gruppe gerade gut tun könnte.
2) Bietet den Teilnehmern möglichst viele Optionen, um sich selbst zu informieren (z.B. Computer oder Bücher, Flyer eher weniger).
3) Wenn dafür keine Zeit ist, dann schreibt die Infos vorher zusammen und erzählt sie knapp und gebündelt mit der Unterstützung von interessanten Bildern.
4) Wichtig ist: Seid selbst gut informiert- dann fühlt ihr euch sicherer und könnt außerdem Fragen beantworten!
5) Zeigt kurze Filme zum Thema (YouTube) oder auch über Greenpeace insgesamt (z.B. How To Change The World).
6) Macht zwischendurch immer mal wieder kleine Meinungsumfragen, was sich die Teilnehmer zutrauen und was nicht.
7) Fragt nach Ideen, Interessen und Meinungen der Gruppe und versucht, alles einzubringen und Kompromisse einzugehen.
8) Haltet euch verschiedene Möglichkeiten offen, bleibt flexibel, geht auf Anregungen der Teilnehmer ein und überfordert euch und die Gruppe nicht mit zu hohen Ansprüchen.
Seid nicht enttäuscht, sondern seht es als Chance, wenn mal etwas nicht so klappt, wie ihr euch das zuvor vorgestellt hattet!:)

Zurück

Nächste Seite