Seite 3 | Greenpeace Jugend

Kleidertauschparty in Lübeck

Im November haben wir mit viel Spaß und Erfolg eine Kleidertauschparty organisiert, was wir bald wiederholen wollen (dann gerne auch mit dir

Buy Nothing Day

Wann war der letzte Tag, an dem du nichts gekauft hast? So gar nichts…
Der internationale “Buy Nothing Day” (auf deutsch Kauf Nix Tag) ist ein Aktionstag, an dem angeregt wird für 24 Stunden freiwillig auf jeglichen Konsum zu verzichten. Heißt; nichts zu kaufen.

Der Künstler und Aktivist Ted Dave hat den “Buy Nothing Day” 1992 als Zeichen gegen den Konsumwahn, der umweltschädliche und unzumutbare Herstellungsbedingungen unterstützt, in Vancouver ins Leben gerufen.

Der Aktionstag ist eine Gegenreaktion auf den “Black Friday”; der Tag in den USA, der durch lange Öffnungszeiten und sehr große Rabatte zu jährlichen Kaufrauschen in amerikanischen Malls und Kaufhäusern führt.
Am “Black Friday” werden dort die höchsten Umsätze des Jahres gemacht.
Auch hier in Europa werben viele Discounter und Kaufhäuser mit massiven Preisnachlassen an diesem letzten Freitag im November. Manche haben sogar eine ganze “Black Week” daraus gemacht.
Unter “Cyber Monday” findet das ganze jetzt auch im Online Handel statt.
Für die Umsätze dieser Ketten ist das natürlich super. Auch Marketingexperten sehen das so:

“Black Friday und Cyber Monday sind heute schon sehr wichtig für den Handel – und sie werden immer wichtiger. Wir haben gesättigte Märkte in Deutschland. Da braucht man solche Anlässe, damit die Leute mehr kaufen.” (Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU)

Halt! Einen Moment…
Wir verbrauchen jährlich 50% mehr Ressourcen als die Erde natürlich wieder herstellen kann. Machen wir so weiter, bräuchten wir 2030 zwei ganze Planeten. 2050 drei.
Und da sollen wir immer und immer mehr kaufen?! Wodurch wir die Ausbeutung endlicher (!) Ressourcen, die Belastung der Umwelt und das Anheizen der Erderwärmung finanzieren?

Heute ist der “Buy Nothing Day”, der eine Alternative zu diesen Konsumwahnsinn darstellt. Der Aktionstag lädt alle zu diesem Selbstexperiment ein, als Anlass das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen.
Das Beispiel Klamotten zeigt; Jeder Deutsche kauft 40-70 Kleidungsstücke pro Jahr neu. Die Menge an Gebrauchtkleidung, die dabei jährlich anfällt entspricht einer LKW-Schlange von München nach Kiel.
Und auf der anderen Seite der Produktionskette werden Flüsse in den Herstellungsländern durch Chemikalien verschmutzt, Menschen arbeiten unter unwürdigen Bedingungen und bis das Teil dann im Verkaufsregal liegt, wurde es einmal halb um die Welt geflogen/verschifft.
Das muss nicht so sein!

Zum “Buy Nothing Day”, können wir uns überlegen wie wir nachhaltig und bewusst, anstatt billig und viel konsumieren können.
Wie wäre es mit einer Kleidertauschparty! Oder Tauschbörsen! Oder Umsonstläden! Das alles funktioniert ganz ohne Geld, dafür macht es umso mehr Spaß.
Bei der Anfang Dezember weltweit stattfindenden Aktionswoche mit vielen kreativen Events und einem ähnlich fancy Namen; der “make something week”, ist genau das das Motto. Mache selbst, anstatt zu kaufen.

Natürlich können wir den “Buy Nothing Day” auch als Anlass dazu sehen eine lustige Aktion, wie zum Beispiel einen Flashmob zu starten, um die Verrücktheit dieses Kaufrauschs darzustellen.
Oder aber man nutzt den Tag einfach dafür sich den 10.000 Dingen zu widmen, die wir durchschnittlich besitzen, anstatt das “Ding Nummer 10.001” zu kaufen. Die angestaubte Ukulele, das Malset, die Bernsteinsammlung… ;)
Oder ihr geht in die Stadt und amüsiert euch darüber, wie die Leute versuchen sich Glück zu erkaufen, während sie sich mit den schweren Shoppingtaschen abmühen.

Happy “Buy Nothing Day” euch allen!

4 Tage, 2 Demos, 1 Ziel:

Kohleausstieg jetzt!
Denn nur durch das sofortige Abschalten der dreckigsten Kohlekraftwerke kann Deutschland seine Klimaziele einhalten, zu denen sich unsere Bundesregierung beim Klimagipfel in Paris verpflichtet hat.
Bis 2020 wollen wir 40% weniger CO2 prodzieren als im Jahr 1990. Wenn die Kohleschlote allerdings weiterhin rauchen, verpassen wir nicht nur die umzusetzenden Klimaziele, sondern gefährden auch das weltweite Ziel die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.
Um über Maßnahmen zur Umsetzung des in Paris beschlossenen Klimaabkommens zu verhandeln, trifft sich die Weltgemeinschaft vom 6.-17.11. zur 23. UN-Klimakonferenz in Bonn.
Genau deshalb sind wir hier!
Zeitgleich zu Beginn der COP23 fand unsere Jahresaktion mit über 60 Jaggies, die aus ganz Deutschland angereist waren, statt. Vom 3.-6.11. haben wir uns in Niederkassel bei Bonn getroffen, vernetzt,vorbereitet, Spaß gehabt und vor allem bei zwei bunten Demos ein Zeichen an die Weltpolitik gesetzt:
„Act know!“
Hört endlich auf nur zu reden, lasst Taten sprechen!
Weltweit stehe alle Länder in der Verantwortung ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Für Deutschland bedeutet das vor allem den Kohleausstieg bis 2020 und die Verkehrswende, die einen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bis 2030 mit einschließt.
Deshalb haben wir am Samstag an der großen „Klima schützen-Kohle stoppen“-Demo in Bonn teilgenommen. Schwarz geschminkt (als Symbol der Kohleenergie) mit einem grünen Peace Zeichen im Gesicht (für erneuerbare Energien) untermalten wir die Forderung nach einem Kohleausstieg. Bei tollem Wetter und super Stimmung zogen wir dann mit 25 000 Demonstranten in Richtung UN Gelände.
Am Samstag Abend ging es dann direkt weiter mit einem Vortrag über Wachstumskritik, der zum Nachdenken und interessanten Diskussionen angeregt hat.
Den ganzen Sonntag hatten wir für Aktionsvorbereitung belegt:
Dabei sind wunderschöne, aussagekräftige Schilder und ein eigens mit unserem Choreografen entwickelter Flashmob für die Demo entstanden.
Nach einem Briefing zur COP und unseren Forderungen für den Klimaschutz waren wir bereit für unsere „eigene“ Kids und Jugenddemo.
Am frühen Montagmorgen hieß uns dann das kühle Novemberwetter in Bonn empfangen, als wir mit Flaggen, Schildern, Frontbanner, Eisbärkostümen und Regenbogen auf den Wangen aus dem Bus stiegen. Außerdem warteten dort schon zahlreiche Polizisten und erste Fotografen!
Als kleiner, aber umso bunter und lauterer Haufen engagierter Kinder (Greenteams) und Jugendlicher (Jaggies) zogen wir also los, um Aufmerksamkeit für unsere Forderungen zum Klimaschutz an die COP23 zu erregen. Schließlich geht es um nichts Geringeres als die Welt, wie sie morgen aussehen wird. Unsere Botschaft: „Zerstört nicht eine Zunkunft, in der wir leben müssen!“
Motiviert alles zu geben, was wir haben, um die Politik zu schnellem Handeln für unseren Planeten zu bringen, waren wir von der ersten bis zur letzten Minute gefühlt am Übersprudeln mit Energie. Es wurden durchgehend Sprechchöre gerufen, gesungen, gehüpft und getanzt. Die vielen magischen Momente, in denen wir das Gefühl bekommen haben, doch nicht alleine für diese Welt zu kämpfen und doch einen Unterschied zu machen, werden in Erinnerung bleiben.
Verstärkt wurde das Gefühl natürlich auch durch die Fernsehteams, die uns begleitet haben und wir so in verschiedenen Nachrichten und Sendungen für noch mehr Leute präsent waren.
Zusammen mit der Eisbärin Paula sind wir dann am Ende durch einen 4 Meter hohen Regenbogen auf den Platz vor dem Kunstmuseum gezogen. Der Regenbogen bestand aus Stoffwimpeln, auf denen Kinder aus der ganzen Welt ihre Forderungen und Wünsche für unsere Welt gemalt und geschrieben hatten.
Mit Blick auf das UN Gebäude, wo in diesen Tagen über die Zukunft unseres Planeten verhandelt wird, wurden auf der Bühne Reden gehalten. Unter anderem von Jennifer Morgan, der Geschäftsführerin von Greenpeace International und Gästen aus Vanuatu, Fidschi und den Philippinen. Da gab es schon das Gefühl, dass wir ein gemeinsames Ziel haben.
7,5 Milliarden Menschen, 195 Staaten, 1 Planet. Den es zusammen zu schützen gilt.

Die Kasseler Greenpeace-Jugend wirbt für eine saubere und intakte Umwelt

„Als 16-Jähriger muss ich hier stehen, weil ich um die Welt bange, obwohl ich sie gerade erst erkunden will“, sagt Moritz Figge, Mitglied der Kasseler Greenpeace-Jugend, in seiner Rede. Die Jugendgruppe möchte über die Folgen des Konsums und den oft rücksichtslosen Umgang mit der Natur informieren und stand dazu heute vor dem UmweltHaus Kassel. „Ich lese und sehe täglich in den Nachrichten, wie die Polkappen zurückgehen, wie wir in vielen Städten dieser Erde nicht mehr ohne Schutzmaske unser Leben meistern können, weil wir sonst krank werden und durch Umweltkatastrophen immer mehr Menschen ihre Heimat verlieren“, sagt Moritz. Sein Vorschlag: „Ich weiß, dort draußen sind Lösungen und nur zusammen können wir sie finden, also lasst uns gemeinsam unsere Zukunft gestalten und die unserer Kinder und Enkelkinder. Lasst uns anfangen und lasst das green peace ein Stückchen näher kommen und dadurch auch den global peace.“

JAG Essen protestiert gegen Lidl

Essen, 03.08.17 – Die JAG Essen postierte sich vor der Lidl-Filiale (Eleonorastr. 2, 45136 Essen), um sich mittels Flyern, Schildern und einem Banner gegen Massentierhaltung stark zu machen. Mittels der Unterstützung von Mitgliedern der JAG Frankfurt, klärten wir über den Hintergrund von Fleischprodukten auf und sprachen uns für eine klare Kennzeichnung aus.
Belastete Gewässer, der Schwund von Regenwald und Arten und eine qualvolle Haltung – Massentierhaltung stellt sowohl eine Bedrohung für das Tier als auch für unseren Planeten dar. Wo wir den Regenwald für das Futtermittel Soja abholzen und massenhaftes Tierleid geschehen lassen, fällt immer die Verantwortung auf uns Menschen zurück. Aufgrund unseres Konsumverhaltens, Fleisch zu möglichst billigen Preisen erwerben zu wollen, stellt die derzeitige Tierhaltung eine Riesenbelastung für Tiere und Umwelt dar. Die derzeitigen Praktiken können und wollen wir nicht länger akzeptieren und möchten uns daher für eine artgerechte Tierhaltung einsetzen.
Für eine Ära des bewussten Essens muss jedoch die Bedingung vorhanden sein, die Herkunft von Fleischprodukten eindeutig im Supermarkt erkennen zu könne. Um dem Konsumenten den Einkauf von Fleisch aus angemessener Haltung zu erleichtern, plädiert Greenpeace für eine eindeutige Kennzeichnung von Fleischprodukten. Mithilfe von Siegelratgebern gaben wir den Passanten eine Hilfe für den Einkauf von Fleischprodukten mit auf den Weg.
Letztendlich konnten wir auch dieses Mal wieder viele Passanten unter dem Slogan #iss gut jetzt für unser Anliegen begeistern. Dies motiviert uns weiterhin, uns für eine artgerechte und umweltschonende Tierhaltung einzusetzen.

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