Bielefeld | Greenpeace Jugend

Aktiv für die Arktis

Am vergangenen Wochenende hat die Greenpeace Jugendgruppe aus Bielefeld trotz schlechten Wetters mit einer tollen Aktion für den Schutz der Arktis protestiert. Unterstützt wurden sie dabei von Eisbär Isbjörn.
Die Jugendlichen sind gegen die Ölbohrungen des Shell Konzerns, da diese große Risiken mit sich bringen. Laut US-Behörden liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Ölunfall in der Arktis bei 75%. Shell’s Notfallpläne sind völlig unzureichend, des Weiteren muss das arktische Öl im Boden bleiben, wenn die Erderwärmung unter den kritischen zwei Grad gehalten werden soll.

Wir fordern einen Stopp der Ölförderung in arktischen Gewässern sowie die Errichtung eines umfassenden Schutzgebietes rund um den Nordpol.

Setze auch du dich für die Arktis ein!

Greenpeace-Schiff Beluga vor AKW Grafenrheinfeld

Erstes deutsches AKW abgeschaltet!

Nach 33 Jahren Betriebszeit ist das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld in der Nacht von Samstag auf Sonntag vom Netz gegangen. Der bayrische Reaktor ist damit der Erste von neun noch verbleibenden Atomreaktoren in Deutschland, die alle bis 2022 stillgelegt werden!
Ursprünglich hatte Grafenrheinfeld noch eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2015, der Betreiber Eon nahm den Reaktor jedoch früher vom Netz. Allerdings nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil ein notwendiger Wechsel der Brennelemente, aufgrund der Brennelementsteuer, den Reaktor unrentabel gemacht hätte!

Ein Grund zum Jubeln ist das Abschalten auf jeden Fall trotzdem! Dennoch kann man ein AKW natürlich nicht einfach auf Knopfdruck herunterfahren und dann ist die Strahlung und somit die Gefahr vorbei.
Die Brennelemente beispielsweise, verbleiben noch weitere fünf Jahre zum Abkühlen im Reaktor. Erst dann können sie in das dortige Zwischenlager transportiert werden. Zudem fällt beim Rückbau von Grafenrheinfeld eine große Menge an radioaktivem Bauschutt und Reaktorteilen an, die als Atommüll deklariert im Zwischenlager auf ein sicheres Endlager warten, was es vermutlich nie geben wird!
Was viele Menschen in Deutschland nicht wissen: Aus Kostengründen wird der größte Teil dieses radioaktiven Bauschutts einfach “freigemessen“ und um deklariert. Dies ist aufgrund einer aus dem Jahre 2001 stammenden Änderung der Strahlenschutzverordnung (StrSchV), durch die rot-grüne-Regierung, möglich! Wenn bei Messungen des Abrissmaterials aus den AKWs, davon ausgegangen werden kann, dass für die Bevölkerung “nur“ eine Strahlendosis von 10 Mikrosievert im Jahr zu erwarten ist, gelangt dieser Bauschutt als ganz normales, ungekennzeichnetes Material auf den Deponien und kann dort auch ganz normal verbrannt oder sogar recycelt werden. Die genannten 10 Mikrosievert, die aufs Jahr gerechnet werden, sind nicht sicher überprüfbar und für uns Menschen auch überhaupt nicht ungefährlich. So kann es durch diese Änderung der Verordnung sein, dass eigentlich radioaktiver Schutt als Unterbau für Straßen und Gebäude genutzt wird – es weiß bloß keiner!
Der Rückbau eines Atomreaktors kostet zudem immense Summen! Ob die jeweiligen Betreiber mit diesen Kosten fertig werden, ist noch ungewiss.
Während in Deutschland aber zumindest der Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft langsam ins Rollen kommt, denken andere Länder über den Neubau von Reaktoren nach. So zum Beispiel in Großbritannien wo der Reaktor Hinkley Point C gebaut werden soll. Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy klagt gegen EU-Subventionen für dieses Projekt. Weitere Infos dazu: http://www.no-point.de/

Du suchst die letzten Urwälder? Guck mal im Supermarkt!

Beim diesjährigen Carnival der Kulturen haben wir, Jugendliche aus den Greenpeace Gruppen Bielefeld, Münster und Osnabrück, den Urwald in die Bielefelder Innenstadt geholt und auf seine grenzenlose Zerstörung durch Palmöl aufmerksam gemacht.

Vor allem in Indonesien wird der Regenwald für Ölpalmen massiv abgeholzt oder niedergebrannt.
Über die Hälfte des weltweit verwendeten Palmöls kommt aus dem Inselstaat.
Täglich werden dort vier Quadratkilometer Regenwald für Ölpalmplantagen zerstört! Bedrohte Tierarten wie die Orang-Utans und die letzten Sumatra Tiger verlieren dadurch ihre Heimat.
Die Brandrodung und die damit verbundenen Freilegung der Torfböden, setzen zudem große Mengen an CO2 frei. Ein Fünftel aller Treibhausgase entsteht durch die weltweite Vernichtung der letzten Urwälder.
Das Fett der Ölpalmen wird in alltäglichen Produkten wie Schokolade, Waschpulver, Lippenstift und Cremes eingesetzt.
Viele Firmen berufen sich darauf, dass ihr Palmöl nach den Kriterien des „Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl“ (Roundtable on Sustainable Palm Oil / RSPO) zertifiziert ist. Wir von Greenpeace kritisieren jedoch, dass diese Kriterien viel zu schwach sind und haben bereits mehrmals aufgedeckt, dass Mitglieder des RSPO an der Regenwaldzerstörung beteiligt sind.

Im April ist es aber durch den Protest von Greenpeace und etwa 400.000 Unterstützer*Innen gelungen, dass der Konzern Procter & Gamble bis 2020 auf schmutziges Palmöl aus Urwaldzerstörung verzichten will.

Dennoch befinden sich in den Supermarktregalen viele Produkte, deren Palmöl nicht nachhaltig produziert wird.
Wir fordern auch weiterhin einen sofortigen Stopp der Rodung von Regenwald für Palmöl!
Schon bald kann es für ein Umdenken zu spät sein, und die letzten Paradiese dieser Erde sind mit ihren faszinierenden Pflanzen- und Tierarten unwiederbringlich vernichtet.

Kontakt:

Treffzeiten:
Jeden Montag um 19:00 Uhr.

Ort des Treffens:
Umweltzentrum Bielefeld, August-Bebel-Str. 16-18, 33602 Bielefeld – Ab Bielefeld Hbf gut zu Fuß erreichbar

Ansprechpartner und Kontakt:
Genia Gröne erreichst du unter:
jag@greenpeace-bielefeld.de

Homepage der Erwachsenengruppe:
http://www.greenpeace.de/bielefeld

Region:
West


Willkommen auf der Seite der JAG Bielefeld

Wir, die Greenpeace Jugendgruppe Bielefeld, setzen uns mit Herz und Kreativität für den Erhalt unserer Erde ein.
Mit provokanten Aktionen, Infoständen in der Bielefelder Innenstadt oder Straßentheater machen wir die Menschen auf Missstände aufmerksam und versuchen so unser einzigartiges Ökosystem zu schützen. Denn wir alle sind ein Teil davon.

“Taten statt warten”, heißt unser Motto und auch du kannst was verändern…bist du dabei?
Komm einfach vorbei!