Tübingen | Greenpeace Jugend

Weihnachtsbaumkugeln für erneuerbare Energien

Es ist Weihnachtsmarkt in Tübingen. Da wollten wir mitmachen! Menschen eine Freude machen und dabei die Welt retten. Klingt schwierig? Ist es aber nicht! Höchstens ein wenig aufwendig.
Über 400 runde Weihnachtsbaum-Anhänger mit selbst designten Motiven mussten ausgeschnitten und jeweils mit einem Aufhänger-Faden bestückt werden. Das dauerte seine Zeit, aber da wir ja ein Team sind und die Anzahl aufgeteilt hatten, stellte uns diese Herausforderung kein Bein. Sogar als unser eigentlich geplanter Weihnachtsbaum zu Demonstrationszwecken ausfiel, schaffte es Pia mit Hilfe ihres Vaters (einem Förster) noch eine frische Fichte zu organisieren.

Dann konnte es endlich losgehen. Wir schmückten den Weihnachtsbaum auf der Neckarbrücke und begannen, die mit so viel Liebe gebastelten Anhänger zu verschenken. Wir waren überrascht, wie leicht und schnell die Menschen die Anhänger annahmen: Nach eineinhalb Stunden waren sogar die letzten, leicht beregneten Anhänger vom Weihnachtsbaum verschenkt. Natürlich belächelten uns manche Passanten, die meisten reagierten aber freundlich, selbst, wenn sie nichts haben wollten: „Nein, danke.“ Einige verstanden den Sinn des Schenkens nicht ganz und wollten bezahlen. Und andere freuten sich so sehr über den Anhänger, dass wir ihnen gleich von jedem Motiv einen Anhänger mitgaben.

Im Großen und Ganzen also eine durchaus gelungene Aktion, mit der wir vielen Menschen eine Freude machten und Aufmerksamkeit auf vier große Greenpeace-Themen (Arktis, Kohlekraft, Atomkraft und Überfischung) lenken konnten. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass so mancher der Anhänger auch wirklich seinen Platz am Weihnachtsbaum im Wohnzimmer findet.

(Dina Hesse, Greenpeace Jugendgruppe Tübingen)

TÜBINGER HOLZMARKT STRAHLT

28.11.2014, immer noch kein Endlager in Sicht- der Tübinger Holzmarkt muss herhalten.
Wie kann man auf das fehlende Atomkraft-Endlager aufmerksam machen, ohne den Moralapostel zu spielen? Ganz einfach: Mit ein bisschen Straßenkreide. Darum stellten wir, die Tübinger JAG, „radioaktive“ Tonnen auf den Holzmarkt und verdeutlichten deren Strahlung mit gelber Kreide. Drei Stunden lang breitete sich Stein für Stein die bemalte Fläche um die Tonnen aus, bis wir am Ende eine beträchtliche Fläche „verstrahlt“ hatten. Ob aus Angst vor Verstrahlung oder vor Zerstörung unseres „Kunstwerks“ – die meisten Passanten versuchten so lange wie möglich der bemalten Fläche auszuweichen, was sich gegen Ende hin, die Straße war nun in ihrer ganzen Breite gelb, als schwierig (und lustig anzusehen) erwies.
Und unser Plan ging auf: Kinder wurden neidisch und fragten ihre Eltern, wieso da jemand Straßenkreide malt. Vorbeigehende Menschen diskutierten mit uns über die ernste Angelegenheit der Atomkraft und des Endlagers. Viele hatten zwar recht veraltete Vorstellungen, trotzdem überwogen die positiven Rückmeldungen. Nur eine Taube hatte es nicht ganz kapiert und versuchte, die Kreide zu essen. Mit Greenpeacelerischem Reflex wurde sie natürlich gerettet. Und auch, wenn sich jemand leise tuschelnd bei seinem Partner beschwerte: „Einfach im Weg rumsitzen und malen!“, freuten wir uns heimlich. Denn genau das war es ja, was wir erreichen wollten: Dass die Menschen aufschauen und sich mit der Energiewende auseinandersetzen. Dafür benötigt man nicht immer dicke Flyer oder lange Reden. Manchmal genügen auch ein paar gelbe Straßenmalkreiden.

Was wäre, wenn du ein Fisch wärest?

Freitagnachmittag startete sie endlich – unsere erste selbstgeplante JAG-Aktion zum Thema Beifang. Seit den Herbstferien warteten wir auf einen Termin, an dem wir alle Zeit hatten und es sonst keine Aktion gab, bei der man unsere tatkräftige Hilfe brauchte. Umso größer war dann der Stolz, als unser Banner mit der Aufschrift: “Leergefischte Meere – stoppt überfischigen Konsum!“ im Wind flatterte und unsere, mit zahlreichen erschreckenden Fakten
zum Thema Beifang und Überfischung beschrifteten Papp-Fische im Netz hingen.

Unsere Absicht war es, die Menschen auf die Probleme des Fischfangs hinzuweisen und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie konkret etwas dagegen tun können, zum Beispiel, dass sie nur noch bewusst und noch nicht bedrohten Fisch essen, am besten aus einer regionalen Bio-Aquakultur.
Dazu hatten wir uns eine besondere Strategie ausgedacht: Bewaffnet mit einem Zollstock, auf dem mit Klebeband ein kleiner Bereich markiert war, sprachen wir die Menschen an, das ging dann ungefähr so: “Hallo, Du bist…” – wir messen – “zu klein / zu groß / zu jung / zu blond und deswegen, wärst du ein Fisch, jetzt Beifang!”
Diese Ansprache bewog viele zum Innehalten und neugierig werden und so konnten wir viel informieren und interessante Diskussionen führen.
Ärgerlich war es nur, wenn wir versuchten, die Menschen zu überzeugen und dann der Kommentar “Das ist sehr interessant, aber ich bin Vegetarier!” kam oder wir auf jemanden zugingen und er mit dem Satz: “Ich bin 1,82 m groß!” an uns vorbei ging.
Aber die meisten Angesprochenen waren interessiert, fragten manchmal sogar von alleine nach dem Fischratgeber und nahmen auch gerne unsere selber gestalteten Erinnerungskarten (siehe Bilder) mit.
Um 17:30 Uhr hieß es dann einpacken, denn es wurde immer dunkler und kälter. Mithilfe von zwei Zollstöcken, einem Stock und gaaanz viel Panzertape konnten wir auch das Fischernetz aus einer
Straßenlaterne befreien.

Willkommen auf der Seite der JAG Tübingen

Nach einigen Gründungsschwierigkeiten sind wir jetzt eine nicht nur hochmotivierte, sondern auch funktionierende JAG. Momentan sind wir zu sechst und freuen uns, wenn du Lust hast, mitzumachen.
Sag uns einfach (ganz spontan) Bescheid!


Kontakt:

Treffzeiten:
Gibt es bei uns nicht so ganz regelmäßig, aber eigentlich samstagmorgens (ungefähr jede zweite Woche)

Ansprechpartner und Kontakt:
Melina Köber

Homepage der Erwachsenengruppe:
http://gruppen.greenpeace.de/tuebingen/

Region:
Süd

Mitgliederzahl:
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